20.09.2010 - Gemeinde/ Stadt
Autor: CDU - SV Hattersheim
Die CDU überlegt noch
Geschrieben von: Höchster Kreisblatt
Ein wichtiges Thema, das in nächster Zeit bei den Vertretern des sogenannten bürgerlichen Lagers ansteht, ist die Wiederwahl der Ersten Stadträtin Karin Schnick (Grüne).
Hattersheim. Bisher haben weder CDU, noch FDP oder Freien Wähler darüber ernsthaft geredet, ob die Aufstellung eines eigenen Kandidaten bei der Stadtratswahl im Oktober sinnvoll wäre. Vielmehr prüfen derzeit sowohl die Christdemokraten wie auch die Liberalen und die Wählergemeinschaft, ob der Posten eines Ersten Stadtrates für eine Kommune der Größenordnung von Hattersheim überhaupt notwendig ist.
Komplimente
Wenn der neue CDU-Vorsitzende Klaus Schindling dann noch erklärt, dass er die «neue Bürgermeisterin Antje Köster für derart führungsstark und mit Sozialkompetenz ausgestattet» halte, dass die Amtsleiter wohl weiter sehr gute Arbeit leisten würden, dann geschieht dies nicht nur augenzwinkernd. Vielmehr gibt der CDU-Chef seinen Eindruck von der neuen Rathauschefin preis. Wie groß bei diesen Komplimenten für Antje Köster der Anteil an rhetorisch bewussten Übertreibungen ist, bleibt das Geheimnis von Klaus Schindling. Im Gespräch mit dem Höchster Kreisblatt erörterte der Christdemokrat, der für seine offene Art und seine lockeren Sprüche bei der politischen Konkurrenz bekannt ist, dass er tatsächlich viel von der neuen Verwaltungschefin erwarte. Deshalb, so Schindling, könne er zum jetzigen Zeitpunkt auch noch nichts über eine eventuelle Stadtrats-Kandidatur sagen. Gleichwohl berichtet Klaus Schindling davon, dass das bürgerliche Lager zurzeit dabei ist, sich zu sondieren. Will heißen: CDU, FDP und FWG überlegen aktuell getrennt voneinander über den Stadtratsposten nach. Sind diese Überlegungen abgeschlossen, dann würden die Fraktionen gemeinsam über die weitere Vorgehensweise beraten, erklärt CDU-Vorsitzender Klaus Schindling.
Keine Mehrheit
Außerdem: Selbst wenn CDU, FDP und Freie Wähler zu der Ansicht kämen, einen Bewerber aufzustellen und gegen Karin Schnick ins Rennen zu schicken, so auch klar, dass die Gewinnaussichten erst einmal nicht groß seien. Die CDU belegt gemeinsam mit FDP und Freie Wählergemeinschaft 17 der insgesamt 37 Stadtverordnetensitze. Karin Schnick kann sich also auf eine sichere Mehrheit von 20 SPD- und Grünen-Mandaten berufen. Klaus Schindling möchte nun zuerst diese Frage geklärt wissen, bevor im Herbst den Mitgliedern auf einer Versammlung das neue Programm der Hattersheimer Christdemokraten zur Abstimmung vorgestellt wird.