21.09.2010 - Gemeinde/ Stadt
Autor: CDU - SV Hattersheim
CDU mischt sich in Sportplatz-Streit ein
Der Chef der Hattersheimer Christdemokraten, Klaus Schindling, wartet beim Thema Belegungszeiten auf dem Okrifteler Fußballplatz mit eigenen Vorschlägen auf.
Hattersheim. «Es kann doch nicht wahr sein, dass im Bereich der ehrenamtlichen Vereinsarbeit als Konsequenz eines Disputes zwischen zwei Vereinen, und sei er noch so schwierig, der scheidende Rathauschef Hans Franssen als Mediator sich scheinbar achselzuckend damit zufrieden gibt, dass nun eine Seite den Gang zu einem öffentlichen Gericht wählt», meint der Hattersheimer CDU-Vorsitzende Klaus Schindling.
Wie bereits berichtet, fordert der Fußballverein Türk Hattersheim auf dem Okrifteler Sportplatz weitere Trainingszeiten für sich ein, zumal der Verein nun zwei weitere Jugendmannschaften gemeldet hat. Dass ausgerechnet diese Nachwuchsmannschaft von Germania Okriftel zu Türk gewechselt sind, ist natürlich dem Klima zwischen den Fußballern nicht gerade zuträglich gewesen. «Ehrenamtliches Engagement, gerade im sportlichen Bereich für unsere Kinder ist gar nicht hoch genug anzuerkennen und verdient damit unsere ungeteilte Aufmerksamkeit und Unterstützung», so Schindling, der Verständnis «für die Position beider Vereine aufbringt». Eine Lösung müsse herbeigeführt werden, die beiden Sportvereinen bei ihren Wünschen nach ausreichend Trainingszeiten gerecht werde. Dies sei mit «etwas weniger Amtsmüdigkeit und Resignation auch durchaus machbar», äußerte sich der CDU-Chef mit ironischem Unterton. Zur Erinnerung: Türk Hattersheim ist vor Jahren wegen eines unbespielbaren, da mit Schadstoffen belasteten Fußball-Platzes von Hattersheim nach Okriftel «umgesiedelt» worden. «Da ist es verständlich, dass der Verein nun auch das Bedürfnis nach einer sportlichen Heimat hat» formuliert der Christdemokrat, «das ließe sich auch mit etwas gutem Willen einrichten.» Man könne beispielsweise die komplette Jugend-Abteilung von Türk Hattersheim wieder im Sportpark in Hattersheim trainieren und spielen lassen, die «Erwachsenen»-Mannschaften hingegen könnten in Okriftel verbleiben. Diese Lösung, verbunden mit einer langfristigen Zusage für diese Regelung, schaffe genügend Raum um alle Sportler in ihrem Bestreben nach Ausübung ihres Sportes zufrieden zu stellen, erläuterte Klaus Schindling,. «Zudem wohnen dem Vernehmen nach ja viele Kinder und Jugendliche, die bei Türk spielen, in Hattersheim, wo übrigens auch das Vereinsheim des Clubs angesiedelt ist», erklärte Schindling. «Die aktiven Mannschaften von Türk Hattersheim hingegen könnten so weiterhin die Vorzüge des Okrifteler Kunstrasenplatzes nutzen», glaubt Klaus Schindling an die Durchführbarkeit einer solchen Lösung. Mit dieser könnten auch die Verantwortlichen der Germania zufrieden sein, denn deren Erstbelegungs-Anspruch würde damit ja nicht berührt oder in Frage gestellt. «Wenn das Engagement und die Motivation, pragmatische Lösungen zu finden, im Moment durch das rote Rathaus nicht leistbar ist», so Klaus Schindling, «bietet sich die CDU gerne an, im konstruktiven Dialog mit beiden Vereinen eine Einigung herbeizuführen.» meh
Höchster Kreisblatt, Artikel vom 21. September 2010
Foto: Hans Nietner